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Challenge Kraichgau: Up´s & Downs

… oder ich und die Kampfrichter …
Das ganze ging bereits Samstag beim Einchecken los, als mein Zeitfahrhelm nicht durch die Kontrolle kam – mehr Details hier. Heute sollte die Fortsetzung folgen, indem ich meine allererste Zeitstrafe meiner Triathlonkarriere kassierte. Später mehr dazu.

Die Bedingungen heute waren deutlich schwieriger als letztes Jahr, es war relativ windig (im letzten Jahr windstill). Dies äusserte sich schon beim Schwimmen in Form von Wellengang, später beim Radfahren dann mit Wind aus allen erdenklichen Richtungen.
Das Schwimmen verlief trotz des Wellengangs relativ problemlos, ich wurde zwar mehrfach abgetrieben und teilweise ganz schön durchgeschüttelt, trotzdem konnte ich eine Zeit von 29:07 Minuten schwimmen, ganze 41 Sekunden schneller als im letzten Jahr. Der Wechsel aufs Rad war ok, ist aber noch verbesserungswürdig.

Auf den ersten flachen Kilometern ging es erstmal darum, einen Rhythmus auf dem Rad zu finden und sich einigermassen zu verpflegen. Das klappte ganz gut, die ersten 28km legte ich in 48:39min zurück, knappe 45 Sekunden langsamer als im letzten Jahr. Relativ schnell hatte sich eine Gruppe gebildet, die gut zusammenarbeitete und auf dem Flachen ziemlich fair fuhr. Am Berg schob sich das ganze natürlich zusammen, und genau das wurde mir im weiteren Rennverlauf zum Verhängnis … einen aus der Gruppe musste es wohl treffen, und ich war der Leidtragende 🙁 Windschattenfahren am Berg bei 13km/h, ziemlich lachhaft das Ganze, der Kampfrichter war aber von seiner Meinung nicht mehr abzubringen.

So steuerte ich die Penalty-Box in Büchig an, eine ganz neue Erfahrung für mich. Ich bekam eine Stoppuhr in die Hand gedrückt und musste meine 4min-Zeitstrafe absitzen. Immerhin konnte ich die Zeit produktiv nutzen, um mich zu verpflegen, auf die Toilette zu gehen usw. Ausserdem mussten noch die Formalitäten erledigt werden, mit meiner Unterschrift musste ich die abgesessene Zeitstrafe bestätigen. Ziemlich angefressen stieg ich wieder aufs Rad und musste erstmal meinen Frust loswerden, in Form von hohen Wattzahlen. Nach ein paar Minuten blickte ich auf meinen Tacho und musste feststellen, dass ich deutlich zu schnell unterwegs war, knapp 340Watt im Schnitt … das hätte ich nicht lange durchgehalten und wäre explodiert. Mit gedrosselter Leistung gings weiter, den nächsten Teilabschnitt legte ich in 54:14min zurück, 40sek schneller als letztes Jahr … Auf dem letzten Radabschnitt musste ich dann meinen Wutausbruch etwas Tribut zollen und bekam Krämpfe im linken Bein, konnte diese aber relativ gut kontrollieren. Mit 14:55min war der Abschnitt 14sek langsamer als im Vorjahr. Insgesamt standen 2:40:08h Radzeit zu Buche, inkl. der Zeitstrafe. Abzüglich der Zeitstrafe war ich 2min langsamer als letztes Jahr, habe aber knapp 15 Watt im Schnitt mehr getreten. Die Leistungswerte lassen mich sehr optimistisch auf die nächsten Rennen blicken, da ich letztes Jahr definitiv zu hart Rad gefahren war und hintenraus beim Laufen eingegangen bin. Der Wechsel zum Laufen verlief nicht wie geplant, da ich wieder nicht aus den Radschuhen kam und mit diesen durch die WZ gerannt bin. Das ist definitiv noch ein offener Punkt, den ich lösen muss! Ich konnte beim Laufen sofort meinen Rhythmus finden, hatte zuerst aber noch mit Krämpfen zu kämpfen. Dank Cola, Iso und Gels konnte ich die allerdings in den Griff bekommen. Die Hitze beim Laufen war sehr gross, die Abkühlung des Körpers hatte oberste Priorität. Bei jeder Verpflegungsstelle griff ich nach allem, was Kühlung versprach.

Mein kühner Plan beim Laufen sah vor, einen Schnitt von 4min/km zu rennen. Im Training hatte ich das schon einige Male in Form von Endbeschleunigungen hinbekommen, im Wettkampf noch nie. Die erste 7km-Runde verlief nach Plan bzw. war eigentlich mit 27:26min zu schnell, fühlte sich aber sehr gut und locker an. Die zweite Runde war nicht mehr ganz so locker, in 28:04min aber voll im Plan. In der letzten Runde konnte ich mich nochmal steigern, diese war mit 27:45min die zweitschnellste Runde! Am Ende standen für den Lauf 1:23:13h auf dem Weg, nicht sooo schlecht für einen Halbmarathon in einem Triathlon 😉

Als Gesamtzeit standen 4:36:07 auf der Uhr, Gesamtrang 67 und 14 in der Altersklasse, trotz Zeitstrafe 5min schneller als im Vorjahr. Ohne diese doofe Zeitstrafe wäre es eine Position unter den Top45 gewesen …

 

Fazit:
– Schwimmen: sehr zufrieden
– Rad: Steigerung des Schnitts um 15 Watt, klasse Leistung; Zeitstrafe sehr ärgerlich
– Lauf: sensationell

 

Insgesamt ein sehr gelungener Formtest, die vielen Trainingsstunden haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Ein paar Kleinigkeiten gibt es noch zu verbessern, aber insgesamt bin ich auf einem sehr guten Weg.

Fotos vom Wettkampf gibt´s hier.

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