Raceday: Vom Pech verfolgt …

Tja, das war leider nix … In Kurzform: Schwimmen lief ziemlich gut, trotz teilweise heftigem Wellengang. Ok zugegeben, die allermeisten haben auf dem ersten Teilstück ziemlich abgekürzt. Dann begann der Ernst des Lebens. Die Radstrecke hatte schlappe 600 Höhenmeter mehr als angegeben, insgesamt über 2500. Sehr schlechte Strassen und heftigster böiger Wind taten ihr Übriges. Es war völlig unberechenbar dort draussen und teilweise richtig gefährlich. Immerhin gabs kein Regen. Ich hab vermutlich die halbe Batterie meiner Schaltung leergefahren, es gab keine 30 Sekunden ohne Schaltvorgang. Gegen Ende hatte ich heftige Rückenschmerzen und Krämpfe in den Händen vom Lenker-Halten Zu allem Überfluss musste ich drei Mal anhalten, da ich drei (!!!!) Platten hatte. Mein komplettes Ersatzmaterial war bereits nach 95km aufgebraucht Nach dem zweiten Anhalten war mir bewusst, dass es mit der Quali nichts werden würde, nach dem dritten Mal war die Motivation komplett weg. Insgesamt gingen alleine durch die Stopps ca. 15 Minuten verloren. Ich bin dann noch ziemlich lustlos zu Ende gefahren, Druck war deutlich weniger auf dem Pedal Die erste Laufrunde bin ich noch voll gelaufen. Mitte der zweiten Runde habe ich meine aktuelle Platzierung erfahren und wollte nach einer 4-minütigen Unterhaltung mit meinen Supportern Jan und Frank schon aufhören. Letztendlich bin ich dann aber doch noch zu Ende gerannt. Mit deutlich angezogener Handbremse und nicht mehr im Tempo der ersten Runde. Die Laufstrecke ist definitiv zu heftig, es geht nur bergauf oder bergab. Es gibt kaum ein flaches Stück. Teilweise sind Stücke dabei, die zu steil zum Laufen sind. Und das alles nach dieser Radstrecke … Fazit: Trotz dem reduzierten Lauftempo war es der härteste Wettkampf, an dem ich bisher teilgenommen habe. Frankfurt in diesem Jahr war ein Klacks dagegen. Leider habe ich durch das Pech auf dem Rad keine Chance mehr gehabt, mein Ziel zu erreichen. Schade … ...

September 11, 2011

T-2: Einchecken usw.

Tja, morgen ist der grosse Tag, so langsam steigt die Anspannung. Die letzte Trainingseinheit war vom Winde verweht, garniert mit Regenschauern und vielen nassen und schmutzigen Strassen. Direkt anschliessend war erstmal putzen angesagt. Am Nachmittag ging es zum Bike-Checkin, der sich direkt an der Küste auf einem ziemlich hohen und ungeschützten Bereich befindet. Ich habe in der WZ kurz mein Rad mit einer Hand hochgehalten, und nicht wieder auf den Boden bekommen – es stand/lag quasi waagerecht im Wind … so was hab ich bisher auch noch nicht erlebt. ...

September 10, 2011

T-3: Anreise Teil 2

Gestern stand Teil 2 der Anreise auf dem Programm, von Reading aus ging es die letzten 350km per Auto nach Tenby in Wales. Wir kamen dank Jans Fahrweise gut und zügig voran – ab und an musste ich das Gepäck von mir runterkramen und wieder dahin räumen wo es hingehört, ansonsten war aber alles gut … In Tenby angekommen ging es in den wirklich sehr engen Strassen auf Parkplatzsuche, danach zur Registrierung und zur Wettkampfbesprechung. Anschliessend ging es weiter zu unserer Unterkunft. Die Gegend hier ist ziemlich schön, das Wetter ziemlich britisch mit viel Regen und Wind. ...

September 10, 2011

T-4: Anreise Teil 1

Teil 1 der Anreise haben wir erfolgreich hinter uns gebracht. Von zuhause aus ging es mit vollgepacktem Auto zum Flughafen Frankfurt Hahn, von dort aus mit Ryanair nach London-Stanstad. Dort angekommen ging es weiter mit dem Mietwagen nach Reading, westlich von London, zu unserem ersten Zwischenstop. Was gab’s sonst noch an neuen Erkenntnissen? Flugzeuglandungen können manchmal ganz schön hart sein Ein Opel Astra ist auch nicht mehr das was er mal war, viel Platz ist da im Kofferraum nicht. Fahrradkoffer hat bei umgelegter Rückbank gerade so reingepasst Die Kupplung fängt tierisch zu stinken an, wenn man damit Vollgas rückwärts fährt Linksverkehr ist gar nicht so schlimm, wenn man nur Beifahrer ist 😉 Am Freitag geht es weiter nach Wales.

September 9, 2011

Trainingswoche 2: 29.08-04.09.2011

oder beinahe wäre das Leben vorbei gewesen … Glück, und zwar in geballter Form, habe ich am Mittwoch gehabt. Ich konnte gerade noch so, es waren sehr sehr wenige Zentimeter, einen Frontzusammenstoss mit einem entgegenkommenden Auto vermeiden. Ich war gerade auf dem Heimweg von einer Radeinheit und fuhr mit ca. 40km/h auf dem Aerolenker liegend von Horrenberg in Richtung Dielheim, als plötzlich wenige Meter vor mir auf meiner Spur ein silberner Opel Zafira auftaucht, der trotz Überholverbot und Geschwindigkeitsbeschränkung mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit zwei (!!) Autos überholt. Warum ich in diesem Moment richtig hochgeschaut habe weiss ich nicht, ich hab´s zum Glück getan und konnte gerade noch den Lenker richtig greifen und die entscheidenden Zentimeter auf den Grünstreifen ausweichen. Den Frontalcrash hätte ich definitiv nicht überlebt, soviel ist klar – das wäre mind. einen Aufprallgeschwindigkeit von 120km/h gewesen. ...

September 4, 2011

Trainingswoche 3: 22-28.08.2011

… oder Leben und Trainieren in Deutschland mit Zeitverschiebung … 3,5h zur IST (Indian Standard Time) – das war der Offset, in dem ich die letzte Woche verbrachte. D.h. sehr früh aufstehen, sehr früh arbeiten, kurz nach dem Mittagessen Feierabend und um 19 Uhr ins Bett. Wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, geht das – bis dahin ist es aber ziemlich kräftezehrend und alles andere als lustig .. Was stand auf dem Trainingsplan? * Montag: 1h Schwimmen * Dienstag: 1,5h GA1-Radausfahrt mit ein paar kleinen Intervallen * Mittwoch: 3,5h Rad mit viel WK-Tempo, gefolgt von einem 1,5h Koppellauf; das alles bei verdammt heissen Temperaturen * Donnerstag: lockeres Schwimmtraining * Freitag: 2h Lauf * Samstag: 1,5h Schwimmen mit 20x200m als Hauptteil, puuuhhh * Sonntag: 5,5h Rad mit 15min Koppellauf ...

August 29, 2011

Trainingswoche 4: 15-21.08.2011

Montag: frühmorgendliches Ausschwimmen, um sich etwas von den Vortagsstrapazen zu erholen Dienstag: 1h Lauf mit kurzen Steigerungsläufen sowie eine lockere 1,5h Radeinheit Mittwoch: Höhenmeter-Sammeln am Königstuhl: KA-Intervalle von 15, 17 und 25min Länge, danach noch ein kleines Fahrtspiel durch den Kraichgau; das ganze garniert mit einem 1,5h Koppellauf, die Endbeschleunigung versteht sich ja von selbst. Die Einheit war richtig geil, aber auch verflucht hart. So hart, dass ich mittwochs schon wusste, dass ich donnerstags erst gar nicht ins Schwimmbad brauche. ...

August 22, 2011

Trainingswoche 5: 08-14.08.2011

Montag: unplanmässiger Ruhetag, der Bub war einfach zu kaputt … Dienstag: gut erholt gings frühmorgens für 75min aufs Rad; abends sollte ein flotter 1,5h-Lauf folgen, dank eines Gewitters mit feuchtfröhlichem Ende Mittwoch: Höhenmeter-Sammeln am Königstuhl: Kraftausdauer-Intervalle mit 13, 15, 17 und 20min Länge, anschliessend ein 1h-Lauf mit Endbeschleunigung … das war hart Donnerstag: 1h Schwimmen, oder so ähnlich … jedenfalls war ich noch reichlich bedient vom Vortag Freitag: 2,5h Laufen, wieder völlig problemlos und in vernünftigem Tempo ...

August 22, 2011

T-37 … oder das Rad dreht sich wieder

Die Tage seit Frankfurt habe ich vor allem damit verbracht, viel zu Essen, zu schlafen und zu faulenzen. Die letzten 10 Tage beinhalteten immerhin 4 komplette Ruhetage, garniert mit viel Schokolade, Eis, Fritiertem, Brownies, Steaks, Kuchen und noch mehr Schokolade … Das war zur Abwechslung mal nicht schlecht, seit Donnerstag hat aber der Ernst des Lebens wieder begonnen und ich bin wieder fleissig am Trainieren. Eigentlich wollte ich ja schon am Mittwoch wieder beginnen, dummerweise kam mir am Dienstag bei einer lockeren Radausfahrt ein E-Bike gefährlich nahe – so dass ich da schon wieder alles geben musste, was drin war. Zum Glück hat´s gerade noch so gereicht, aber irgendwann wird der Tag der Tage kommen und ich muss mich so einem Bike am Berg geschlagen geben … ...

August 6, 2011

nächste Herausforderung: Ironman Wales

Kurzfristig habe ich mich entschieden, am 11. September beim Ironman in Wales an der Start zu gehen. Um es vorweg zu sagen: das wird ein Experiment, ich habe keine Ahnung wie es ausgehen wird. Was spricht dafür, es zu tun? die gute Form, vielleicht kann ich sie bis dahin halten das Wissen & die Erfahrung, die man dabei sammelt mit einem positiven Ergebnis das Jahr beenden weitere Chance auf die Hawaii-Quali für 2012, alle guten Leute sind hoffentlich dort nicht am Start wunderschöne Landschaft, in der das Rennen stattfindet Was spricht dagegen? ...

August 5, 2011